Handball tut Frauen gut

Wir leben in einer Zeit der Veränderungen und des Wandels. Viele gesellschaftliche Herausforderungen tun sich auf und es bedarf guter neuer Ideen, damit Frauen und Männer gemeinsam diesen Herausforderungen angemessen begegnen  können. Eine wichtige Komponente bei der Bewältigung der Aufgaben wird sein, wie gut es uns gelingt, Frauen mit ihren Begabungen, Ideen und Energien in allen Gesellschaftsbereichen sehr viel stärker als bisher an diesem Veränderungsprozess zu beteiligen.

Dazu gehört es auch Mädchen und Frauen  andere Rollen- und Vorbilder anzubieten und Frauen in ihrer ganzen Persönlichkeit stark zu machen. Weiblichkeit ist in unserer Gesellschaft bisher in erster Linie von Männern definiert und umfasst vor allem Eigenschaften und Verhaltensweisen wie angepasst, defensiv, hilflos,  rücksichtsvoll, zurückhaltend, lieb und freundlich.. Die angebotenen weiblichen Rollen  sind eng gesteckt und lassen oft nur bestimmte Verhaltensweisen und Funktionen zu. Um Frauen stark zu machen, bedarf es hier in erster Linie  der Anerkennung der gesamten Bandbreite von Fähigkeiten, Fertigkeiten, Begabungen und Kompetenzen des weiblichen Geschlechts.

Der Handballsport  kann  dazu einen sehr guten Beitrag liefern. Leistungsbereitschaft, Durchsetzungsvermögen, gesunder Egoismus und  positive Aggression, Eigenverantwortung, Teamfähigkeit. Ausdauer und Belastbarkeit sind Eigenschaften und Kräfte, die der Handball fordert und fördert. Diese Eigenschaften vermitteln  Mädchen und Frauen eigene Stärke und fördern das Selbstbewusstsein sowie Selbstwertgefühl und werden mit dazu beitragen, den Begriff der Weiblichkeit neu zu überdenken und zu definieren.

Um die Begriffe mit Inhalt zu füllen, brauchen wir Vorbilder, die zeigen, dass  auch eine starke, eigenständige Frau eine Frau ist. Nun gilt es, diese Frauen in das Rampenlicht zu rücken und  zu zeigen, Frauen sind  anders.

Und  das ist gut so.

Doris Birkenbach